17. Jahrestagung der Deutschen Dystonie Gesellschaft am 12. Juni 2010 in Ingolstadt
Für viele DDG-Mitglieder, Angehörige, Freunde und Ärzte war Ingolstadt eine Reise wert.
Unter dem Motto „Behinderung als Hindernis?!“ traf man sich am 12. Juni 2010 im Festsaal Ingolstadt, um die wieder einmal sehr interessanten Vorträge zu hören, die zum einen die Behandlung der Dystonie zum Thema hatten, zum anderen aber auch die Information über das Verfahren und die Voraussetzungen zur Beantragung einer Rente oder eine Grades der Behinderung (GdB).
Prof. Frank Erbguth, Prof. Peter Roggenkämper und Prof. Jörg Wissel, allesamt Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates der DDG, hatten neben Dr. Michael Messner vom Neurologischen Krankenhaus München, Herrn Oskar Springer von der Deutschen Rentenversicherung Bayern und Michael Zanner vom Zentrum Bayern Familie und Soziales ohne Zögern zugesagt, die Tagung mit ihren Vorträgen zu gestalten.
Die Themen der Vorträge waren:
- Sozialmedizinische Einstufung und Begutachtung von Dystonie (Prof. Erbguth)
- Beschwerden der Blepharospasmus-Patienten im Alltag (Prof. Roggenkämper)
- Reha vor Rente (O. Springer)
- Medizinische Rehabilitation bei Dystonie: Hilft Physio- und Ergotherapie? (Prof. Wissel)
- Medizinische Rehabilitation bei Dystonie: Wie sinnvoll sind neuropsychologische Therapieverfahren, Atemtherapie und Stimmübungen (Dr. Messner)
- Grad der Behinderung – Feststellungsverfahren nach dem SGB IX (M. Zanner)
In Kürze stehen den Mitgliedern der DDG nach Einloggen in den Mitgliederbereich diese Vorträge unter dem Button „Mediathek“ als MP3 zum Anhören zur Verfügung.
Der Höhepunkt der Tagung war die Verleihung des Oppenheim-Preises 2010. Näheres hierzu lesen Sie hier.
Die Talkrunde am Nachmittag bot den TagungsteilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre individuellen Fragen an die Referenten des Vormittags zu richten. Diese Talkrunde wurde ergänzt durch die Medizinaldirektorin Gudrun Wittwer vom Zentrum Bayern Familie und Soziales aus München. Frau Wittwer beantwortete die Fragen zur medizinischen Beurteilung der Einstufung eines GdB bereitwillig und mit großer Kompetenz. Die Fragemöglichkeit an alle Experten wurde rege wahrgenommen, so dass die Zeit wie im Flug verging.
Die Vertreter der Rentenversicherung und des Zentrums Familie und Soziales versicherten im anschließenden persönlichen Gespräch, dass sie von den gehörten medizinischen Fachvorträgen viele neue Erkenntnisse mitnehmen würden und darüber in ihren Fachbereichen den Kolleginnen und Kollegen berichten werden. Alle sicherten ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der DDG zu.
Den Abschluss des fachlichen Teils der Tagung bildeten Arbeitsgruppen, in denen die Betroffenen der einzelnen Dystonieformen nochmals im kleinen Kreis "Ihren" Experten zu ihrem speziellen Krankheitsbild befragen konnten.
Während des gesamten Tagungszeitraums konnten die Teilnehmer eine kleine Kunstausstellung im Foyer bewundern, in denen Dystonie-Betroffene ihre Werke ausgestellt hatten. Mit dieser Präsentation sollte gezeigt werden, dass man trotz Dystonie und Behinderung Freude am Leben und Freude am schaffen schöner Dinge haben kann. Annemarie Hoffmann aus München. Marion Lang aus Bendorf und Hans Mohr aus Wiesbaden präsentierten ihre wunderschönen Gemälde und von Anna Ziegler aus Garmisch-Partenkirchen durften wir die niedlichen selbst gebastelten, zum Großteil aus Papierservietten hergestellten Puppenkleidchen bewundern. Die bunten, handmodellierten und bemalten kleinen Tiere fanden großen Gefallen bei den Besuchern.
Dafür sei allen herzlich gedankt.
Wie in jedem Jahr ließen wir die Tagung am Abend in einem festlichen Rahmen bei gutem Essen und angeregten Gesprächen ausklingen. Freundschaften wurden geschlossen oder wieder entdeckt.
Als besonderes Schmankerl sorgte Matthias Lindner mit seiner 'modernen klassischen Gitarre' für einen musikalischen Hochgenuss.
Die schon zur Tradition gewordene Tombola wurde durch Ihre vielen Sach- und Geld-Spenden - und wie in jedem Jahr durch die großzügigen Spenden der Fa. Merz - zu einem spannenden Ereignis. Zu einer Tombola gehören bekannter maßen Lose, die käuflich erworben werden. Diese Lose spendet seit Jahren immer wieder die Familie Brüggershemke aus Gütersloh. Ein großer Dank allen Spendern.
Nicht zuletzt danken wir allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Tagung, der Kunstausstellung und der Tombola tatkräftig mit geholfen haben. Ohne sie wäre eine Tagung in solch einem Rahmen nicht zu bewerkstelligen.
Das Programm finden Sie hier als PDF (PDF öffnet sich in einem neuen Fenster. Alternativ klicken Sie bitte mit der rechten Maustaste auf "Programm" und wählen dann "Ziel speichern unter".)
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