Fragen/Antworten

Bin ich für eine THS-Operation geeignet?
Falls bei Ihnen eine zervikale, segmentale oder generalisierte Dystonie diagnostiziert wurde, und Sie weder mit Medikamenten noch mit Botulinumtoxin-Injektionen ausreichend behandelt werden können, besteht grundsätzlich die Möglichkeit zur Durchführung einer "Tiefen Hirnstimulation". In diesem Falle sollte die weiterführende Beratung in einem auf die "Tiefe Hirnstimulation" spezialisierten Zentrum erfolgen.

Wo sollte ich die THS-Operation durchführen lassen?
Grundsätzlich sollte die "Tiefe Hirnstimulation" nur von einem erfahrenen Zentrum durchgeführt werden. Diese sind bundesweit vertreten. Genauere Informationen über die einzelnen Kliniken finden Sie unter www.tiefehirnstimulation.de.

Ist die TSH-Operation schmerzhaft?
Größere Schmerzen sind nicht zu erwarten, da das Gehirn selbst nicht schmerzempfindlich ist. Die Hautschnitte werden in Lokalanästhesie durchgeführt, so dass auch hierbei keine stärkeren Schmerzen auftreten sollten. Bei einer Vollnarkose bekommen die Betroffenen den Eingriff gar nicht mit.

Welche Risiken bestehen bei der THS-Operation?
In seltenen Fällen kann es zu Hirnblutungen oder Infektionen des Gehirns kommen. Das Risiko eines dauerhaften Schadens ist bei Operationen in spezialisierten Zentren minimal. Gelegentlich kann es zu Infektionen im Bereich des Impulsgebers kommen, die sich aber zumeist antibiotisch und komplikationslos behandeln lassen. Weiterhin kann es nach der Operation zeitweilig zu leichten psychischen Veränderungen (z. B. depressive Verstimmung) kommen.

Wie lange funktioniert der Hirnschrittmacher?
Das System selber unterliegt keiner Anwendungszeitbegrenzung. Lediglich die Batterie des Impulsgebers muss circa alle 2-5 Jahre gewechselt werden. Dieser Eingriff erfordert einen kurzen stationären Aufenthalt und wird entweder in Vollnarkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt. Eine erneute Gehirnoperation ist hierbei nicht notwendig.

Wer übernimmt die Kosten für die THS-Operation?
Das anerkannte Verfahren der "Tiefen Hirnstimulation" bei Dystonie wird sowohl von den gesetzlichen als auch privaten Krankenkassen übernommen.